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Costa Rica 2006

Nach Costa Rica wollte ich, weil ich in meiner Jugend in einer Fernsehsendung erfahren habe, dass dies eines der drei Länder auf der Welt ist, die kein Militär und dafür eine gute Infrastruktur haben. Das hab ich mir gemerkt. Bis es dann im April 2006 soweit war, vergingen etwa 16 Jahre.

Hier meine Lieblingsfotos vom dreiwöchigen Costa Rica Trip.
Costa Rica steht für mich für Artenvielfalt.
"Pura Vida" - pures Leben - das ist das Motto der lebenslustigen CostaricanerInnen.

Costa Rica liegt in Zentralamerika.

Die Reise im Detail.

Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich eine Kaffeeplantage.
Das Grün und die Sonne waren eine Wohltat nach unserem langen, vereisten deutschen Winter.

Der erste - aber nicht letzte - Vulkan meines Lebens: Poas.
Als wir dort ankamen lag alles im Nebel.
Dann verwehte ihn ein Windstoß und es war, als ob ein Bühnenvorhang zurückgezogen wurde:
plötzlich war der Blick frei.

Jonathan, unser sympathischer deutsch-sprechender Reiseleiter, ließ uns immer durch sein Spiktiv blicken.
Hier konnte er dadurch sogar ein Faultier in einer Astgabel für mich fotografieren.

Hier waren wir mit speziellen Jeeps unterwegs zum Childrens Rainforest.
Der größte Privatwald in Costa Rica. Kinder auf der ganzen Welt haben Geld gesammelt um diesen Wald zu kaufen und somit vor dem Abholzen zu retten.
Kinder an die Macht!

Dieser wunderschöne Eulenschmetterling ließ sich von Jonathan mit der Hand fangen, damit er ihn uns zeigen kann. Danach flog er wieder gemütlich weiter.

Gegen Ende unserer Nachtwanderung im Childrens Rainforest - nachdem wir im Mondschein in einem Vulkansee gebadet hatten - trafen wir bei unserer Behausung noch auf diese große Aga-Kröte. Hätte ich gewusst, dass die ihr Gift aus Drüsen bis zu 30 cm weit verspritzen kann, wäre ich zum fotografieren nicht so nah hin gegangen.

Der Wasserfall in der Nähe der Stadt La Fortuna war der größte den wir sahen. Der hat mich sehr beeindruckt.

So ein Verkehrsschild wie in in der Stadt La Fortuna sieht man bei uns nicht so oft...

Auf dem Weg zum Vulkan Arenal hörten wir zum ersten Mal Brüllaffen - bevor wir sie sahen. Papa Brülli sitzt als Chef ganz oben im Baum. Daher kommt das wohl auch mit der Chef-Etage...

Einer der unzähligen Geier des Landes blickt hier über den Arenal-Stausee.

Aus dem Lavafeld der 90-er Jahre blühen schon wieder Orchideen. Der Vulkan Arenal im Hintergrund.

In der Nähe des Vulkans gibt es ein Regenwaldgebiet mit 22 Hängebrücken.
Mich faszinieren diese vielen Pflanzen, die im Regenwald so dicht miteinander verflochten sind.

Unter mir geht es zwar 45 Meter in den Abgrund, aber erstaunlicherweise war ich in diesem Urlaub schwindelfrei.

Auf unserer Fahrt zum Fluss Cano Negro nahe der Grenze von Nicaragua kamen wir am berühmten Leguanbaum vorbei. Dort saßen unzählige Leguane auf den Bäumen am Bachufer und wir konnten sie von einer Brücke aus gut beobachten.

Am Cano Negro unternahmen wir dann eine Bootsfahrt im Zickzackkurs über den Fluss. Überhaupt ging es auch bei Wanderungen nicht darum, möglichst schnell von A nach B zu kommen oder möglichst viele Kilometer zu "schaffen", sondern es ging darum, möglichst viele Pflanzen und vor allem Tiere zu entdecken. Ich fühlte mich meistens wie in einem Suchbild.
Diese freundlich blickenden Kaimane waren allerdings nicht so schwer zu finden.

Die Nasenbären fand ich ja am allerbesten! Sehr neugierig ließen sie sich von mir sogar mit einem Stück Ananas füttern.

Der Kegelvulkan Arenal mit einem Stück des Arenalsees im Vordergrund. Genau so, wie man sich einen Vulkan vorstellt. Allerdings wusste man bis 1968 gar nicht, dass er ein Vulkan ist.
Als er dann explodierte wussten es alle. Seitdem frage ich mich manchmal, ob der Scheuchenberg (bei mir genannt die Scheuchin) neben dem ich in Donaustauf wohne, nicht auch ein Vulkan ist...

Im heißen und trockenen Norden des Landes kamen wir auf dem Weg zu unserer Hazienda an einem Cashew-Baum vorbei.
Seit ich gesehen habe, wie rar die an diesem Baum wuchsen, habe ich sehr viel mehr Respekt vor einem Beutel dieser leckeren Cashew-Kerne.

Auch so unauffällig kann ein Vulkan aussehen: der Rincon de la Vieja. Aber jeder tobt halt auf seine Art. Und während der Arenal als einer der aktivsten Vulkane der Welt ständig brodelt und Lavarinnsale an ihm herunterlaufen, gibt es an diesem hier andere interessante vulkanische Erscheinungsformen.

Beispielsweise solche Erdlöcher aus denen es heiß dampfend stinkt und aus denen es tobt, als ob sich eine Waschmaschine gerade im Schleudergang befindet.

Oder dieser Whirlpool mitten im Wald.

Nach dieser schweflig heißen Wanderung ist das Picknick an diesem Wasserfall eine Wohltat. Und das Schwimmen dort war mein prickelndes und energetisierendes Highlight des Urlaubs!

Den Ostersonntag verbrachten wir dann an diesem Strand von Playa Hermosa.
Der Pazifik war warm wie in der Badewanne.

Und der Sonnenuntergang so schön...

Nachdem uns unser Reiseleiter Jonathan (links) und Luis der Fahrer am entferntesten Winkel der Halbinsel Nicoya ausgesetzt hatten, machten sie sich (planmäßig) aus dem Staub.

Der Blick von meiner Veranda in Montezuma. Der allgegenwärtige Duft von Gras, Tatoos, Rastalocken und Kunsthandwerker kennzeichnen den Ort als Aussteigerparadies.

Mit diesem Teil ging es dann in die Verlängerungswoche Richtung Drake Bay.

Um den Landeanflug zu überstehen meditierte ich ein wenig in diese Palmenplantage hinein.
Aus den Fruchtständen dieser Palmen wird übrigens Palmöl gewonnen.

Der Zielflughafen in Palmar Sur besteht wirklich nur aus diesem kleinen Schuppen da rechts, der Rest war nur Unterstand. Überhaupt war in Costa Rica alles viel einfacher, aber alles hat trotzdem (oder gerade deswegen?) bestens funktioniert. Der Flughafen Schipol in Amsterdam kam mir dann bei der Heimreise total überdreht und wie in einem Science Fiction vor.

Nach diesem Flug, einer Bootsfahrt durch das größte Mangrovengebiet in Mittelamerika und ein Stück Pazifik kamen wir dann im Poor Mans Paradise an, einer sehr einfachen Unterkunft im Dschungel der einsamen Drake Bay. In dieser Hütte hab ich gewohnt.

Direkt neben meiner Hütte wuchs dieses Bananenpflänzchen und diese kleinen violetten Stengel, die hier in Fünferreihen am Stamm entlang nach oben wachsen sind Bananen im Babystadium.

Von dort aus machten wir am nächsten Tag einen Ausflug in den Corcovado Nationalpark - dem artenreichsten Fleck der Erde, wie das Geo-Magazin ihn einmal betitelte.
Ich weiß jetzt auch, was mit Artenreichtum gemeint ist: Man steht einfach auf einem Fleck, beobachtet diesen Tapir, dann läuft fünf Meter weiter ein Nasenbär vorbei
und gleichzeitig fliegt ein ca. 20 cm großer strahlend blauer Schmetterling (männlicher Morphofalter) durchs Bild. Und man hat sich dabei nicht bewegt!
Oder es sitzt in einem Baum ein Brüllaffe und gleich daneben ein Papagei...

Mir wurde vor dem Urlaub suggeriert, es wimmle in Costa Rica nur so vor Spinnen und Schlangen. Diese Spinne war nach über zwei Wochen in der Rangerstation die allererste die ich sah.
Die war dafür so außergewöhnlich (ca. 10 cm groß), dass sie mir auch für die drei Wochen reichte. Auf der weiteren Wanderung im Corcovado sahen wir dann noch zwei davon in ihren - zu ihnen passenden und damit auch etwas größeren - Spinnennetzen. Aber fasziniert haben sie mich schon sehr.

Bewundernswert wie anmutig sich dieser Kletteraffe unter Zuhilfenahme seines langen Schwanzes von Baum zu Baum bewegt.

Ein immer lauter werdendes Grollen auf unserer Wanderung und ein Blitz, der fast unmittelbar neben uns im Wald einschlug, machten uns deutlich, dass wir uns in einem sehr regen- und gewitterreichen Gebiet befanden. Als wir ins Motorboot einstiegen, fing es an zu regnen und wir fuhren direkt durch das Gewitter. Ich weiß ja nicht, ob das gefährlich ist, jedenfalls hatte ich tierisch Angst und glaubte schon, mein letztes Stündlein wäre gekommen. Wäre da nicht dieses Halstuch gewesen, das ich versprochen habe, wieder zurückzubringen...

Zu meinem tiefsten Frieden habe ich am letzten Tag dieser drei Wochen gefunden, als ich einen Schwarm Roter Aras zwei Stunden lang beim Frühstücken beobachten konnte: direkt beim Poor Mans Paradise! So jemanden könnte ich niemals in einen Käfig sperren - vor allem nicht, wenn man diese lustigen Gesellen jemals frei fliegen sah!

Am Abend hieß es dann Abschied nehmen von der Drake Bay.

und von Costa Rica.

Auf einem T-Shirt, das ich mir gekauft habe, steht:

Facts, I learned on my trip:
Costa Rica is not an island.
Costa Rica is not Puerto Rico.
Costa Rica is not a part of Mexico.
Costa Rica is:
PURA VIDA! :-)

Sehr zu empfehlen ist das Reisebüro "travel to nature". Da hat alles perfekt funktioniert.